Slow Tourism auf Eiderstedt - Eiderstedt.net

Slow Tourism auf Eiderstedt

Die Abendsonne betrachten, wie sie sich gemächlich dem Horizont nähert. Wie sie sich hinter lila Wolken versteckt und dem Himmel ihr strahlendstes Gelb, ihr wärmstes Rot schenkt. Um das letzte Tageslicht zu genießen, braucht man nur ein ruhiges Plätzchen. Vielleicht ein Glas Rotwein, vielleicht die Schulter des Partners zum Anlehnen. Entschleunigung. Entspannung.

St. Peter-Ording, Erlebnispromenade im Sonnenuntergang

Slow Tourism nennt Prof. Dr. Christian Antz den neuen Urlaubstrend. Zwei Jahrzehnte nach der Entstehung von Slow Food hat der Kunsthistoriker und Kulturmanager den Begriff in Deutschland eingeführt. Beim langsamen Tourismus geht es um Sinnlichkeit, um Authentizität, ums Innehalten. Der Gegentrend also zur actiongeladenen Reise und das beste Gegenmittel bei Reizüberflutung und Stress im Job.

In Heide, an der Fachhochschule Westküste, hat Antz seit 2011 die erste deutsche Professur für Slow Tourism inne. Anfang Februar 2013 sprach er dort auf der bundesweit ersten Slow-Tourism-Fachtagung und gab dem NDR für das Schleswig-Holstein Magazin ein Interview. In knapp drei Minuten fasst der TV-Beitrag zusammen, warum Schleswig-Holstein wie dafür gemacht ist, erholungsbedürftige Urlauber mit dem zu versorgen, was sie jetzt suchen und brauchen: Ruhe.

Screenshot NDR Fernsehen, Beitrag zur Tagung „Slow Tourism“

Auch die Marketingkooperation Städte in Schleswig-Holstein e.V. hat längst reagiert, indem sie unter der Überschrift „Müßiggang in Schleswig-Holstein“ unterschiedliche Pauschalangebote zusammengefasst hat. „Verreisen ohne Ziel“ ist nur ein Vorschlag, der in Friedrichstadt mit einer Bootsfahrt auf der Treene beginnt und auf den Wiesen am Deichwanderweg nach Tönning endet. Erreichbar sind all diese Faulenz-Ideen unter www.unerreichbar-in-sh.de.

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