Landgewinnung

Landgewinnung

Jeder, der im Wattenmeer schon einmal über den Deich geschaut hat, kennt sie, die Zäune vor dem Deich. Bei Flut fließt das Wasser über die Zäune (Lahnungen) auf die Lahnungsfelder, wo sich die mitgeführten Schwebstoffe absetzen. Die Lahnungsfelder werden durch Gräben entwässert und in Beete aufgeteilt. Die Gräben werden regelmäßig ausgehoben und der Aushub wird seitlich auf den Beeten aufgeschichtet. Sind die Beete ausreichend hoch verschlickt, werden die Gräben weiter ausgehoben, wodurch auch der Boden zwischen den Gräben entwässert wird. Damit wird das Wattland erhöht und zum Vorland. Durch Landgewinnung wird das Bodenniveau um bis zu zehn Zentimeter pro Jahr erhöht. Dadurch kann ein Landniveau erreicht werden, das über dem Niveau der normalen Flut liegt. Das auf diese Weise gewonnene Land liegt vor dem Deich und wird daher als Vorland bezeichnet.

article thumbnailPassend zur aktuellen Doppelausstellung Augustin M. Noffke „(Zwischen) Himmel und Erde“ (Grafik, Malerei) und Bernt Hoffmann „Digitale Malerei“ (Fotografie), die noch bis zum 24.3. läuft, bietet das Haus Peters einen Sondertermin am 23. Februar an und lädt zu einem kunstsinnigen und kulinarischen...