Typisch Eiderstedt


article thumbnail
Alpenstrandläufer
Der Alpenstrandläufer ist fast immer auf der Wanderschaft, drei Viertel seines Lebens verbringt der,
weiter...

Essen + Trinken


article thumbnail
Die Insel
Nach einem ausgiebigen Spaziergang über die Erlebnispromenade, die Seebrücke und den Strand in
weiter...

Wetter auf Eiderstedt

An error occured during parsing XML data. Please try again.
Jahn Reisen
PDF Drucken E-Mail

Daten und Fakten – St. Peter-Ording

Geographie und Verkehr
Sankt Peter-Ording liegt an der Westspitze der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein. Ein Teil liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Charakteristisch für Sankt Peter-Ording sind der Strand von etwa 12 Kilometern Länge und bis zu einem Kilometer Breite, die Dünen, die Salzwiesen und die für diesen Landstrich untypische, nachträglich angepflanzte Bewaldung. Insbesondere die Salzwiesen sind dabei von besonderer ökologischer Bedeutung, da sie zu den wenigen Salzwiesen im weitgehend natürlichen Zustand gehören, die weder beweidet wurden noch mit Grüppen versehen. Die Tide beträgt im Normalfall bis zu drei Meter. Bei Wattwanderungen sollte der Gezeitenkalender immer beachtet werden.

St. Peter-Ording ist Endpunkt der Bahnstrecke Husum–Bad St. Peter-Ording. Diese Strecke wird im Personenverkehr von der Nord-Ostsee-Bahn bedient und von früh morgens bis etwa Mitternacht in beiden Richtungen jeweils im Stundentakt befahren. In St. Peter-Ording gibt es zwei von der DB betriebene Bahnstationen, Bad St Peter Süd und Bad St Peter-Ording. Die B 202 von Sankt Peter-Ording über Tönning–Rendsburg–Kiel–Oldenburg in Holstein (bis zur A 1) verbindet den Ort mit dem Bundesfernstraßennetz. Ebenso verbinden die L 33, L 305, L 153 und B 203 Sankt Peter-Ording über das Eidersperrwerk und Wesselburen mit Heide und damit mit der A 23 - die Autobahnanbindung Richtung Hamburg ist in etwa 35 bis 40 min. zu erreichen.

St. Peter-Ording hat einen kleine Flugplatz, hier dürfen Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge, aber auch Hubschrauber bis zu 5.700 kg landen. Auf dem Flugplatz gibt es eine Tankstelle mit Flugzeugbenzin sowie ein Hangar und ein Tower.

Geschichte
Sankt Peter-Ording setzt sich aus mehreren ehemals getrennten Ortsteilen zusammen. Der Name des Dorfes St. Peter datiert aus der ersten bekannten urkundlichen Erwähnung von 1373, zuvor hieß der Ort Ulstrup. Der Name der Kirche, St. Peter, wurde später als Ortsname verwendet, weil Ulstrup durch die Nordsee viel Land verloren hatte. Es ist belegt, dass bereits die Wikinger in diesem Bereich siedelten. Süderhöft/Böhl gab seine Eigenständigkeit nach der Sturmflut von 1553 auf und wurde mit Sankt Peter vereinigt. Ording und Sankt Peter vereinigten sich kirchlich 1867. Erst 1967 wurden sie zu Sankt Peter-Ording zusammengelegt. 1970 wurde die Gemeinde Teil des Kreises Nordfriesland, bis dahin hatte sie zum damaligen Kreis Eiderstedt gehört.

Durch den ständigen Sandflug konnte sich in Sankt Peter-Ording nie der Fischfang etablieren, da ein Hafen durch die Verwehungen nicht angelegt werden konnte. Auch die Landwirtschaft, von der die damalige Bevölkerung lebte, warf oftmals nicht genug ab, da die Ländereien häufig durch Überflutungen versalzten oder versandeten. In früherer Zeit konnten nach der Flut die Strandläufer, die Hitzlöper, beobachtet werden. Diese durchsuchten das Strandgut nach Brauchbarem. Wertvolle Gegenstände wurden wegen der geforderten Abgaben oftmals versteckt.

Insbesondere die Wanderdünen machten den Bewohnern früher zu schaffen. So musste die Ordinger zweimal ihre Kirche aufgeben, nachdem sie sich zuvor über Jahrzehnte regelmäßig den Weg zum Gottesdienst freischaufeln mussten. Die Bepflanzung begann 1860 noch auf Anweisung des dänischen Königs, dessen Herrschaft über das Gebiet bis 1864 reichte. Die Grenze war damals die Eider. Ab 1867 gehört die Gemarkung Sankt Peter zu Preußen.

Die Bedeutung als Badeort wurde erst 1877 erkannt, als das erste Hotel erbaut wurde. 1913 wurde das erste Sanatorium errichtet, und ein halbes Jahrhundert später weitere Rehabilitationseinrichtungen, nachdem 1953 eine starke Jodsolequelle gefunden worden war und 1958 die staatliche Anerkennung als Nordseeheil- und Schwefelbad erfolgt war. Der erste der charakteristischen Pfahlbauten auf dem Strand wurde 1911 errichtet und nannte sich "Giftbude", weil es dort wat gift (etwas gibt). Insbesondere war unter Insidern der Cognac damit gemeint.

Die Verkehrsanbindungen wurden auch nach und nach verbessert. 1926 entstand die erste Seebrücke am Ordinger Strand, 1932 folgte eine Bahnlinie nach Husum. Eine bessere Straßenanbindung wurde durch die Errichtung des Eidersperrwerkes ermöglicht.
St. Peter-Ording war Drehort mehrerer Film- und Fernsehproduktionen, unter anderem für "Jan Delay - Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann", "Gegen den Wind" und "Jetzt oder Nie".

Wappen
In Blau zwei schräggekreuzte goldene Schlüssel mit den voneinander abgekehrten Bärten nach oben; zwischen den Schlüsselbärten rechts ein sechsstrahliger goldener Stern und links eine einwärts gekehrte goldene Mondsichel nebeneinander. Die Schlüssel symbolisieren den Apostel Petrus, der Stern und der Mond stehen für die Seefahrt. Möglicherweise steht der Stern auch für St. Nikolaus, den Patron der Kirche in Ording.

Basisdaten

Wappen:
Koordinaten:54° 18′ N, 8° 39′ O
Bundesland:Schleswig-Holstein
KreisNordfriesland
Amt:Eiderstedt
Höhe:3 m ü. NN
Fläche:28,28 km²
Einwohner:4.177 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte:148 Einwohner je km²
Postleitzahl25826
Vorwahl:04863
Adresse der Amtsverwaltung:Welter Str. 1, 25836 Garding